Presse

Das Grösste Country-Festival der Ostschweiz
Fast schon traditionsgemäss verwandelt sich Unterwasser ende August in eine Westernstadt. Auch dieses Jahr wartete dass grösste und längste Country Festival der Ostschweiz mit einem erstklassigen Programm von nationalen und amerikanischen Countryinterpreten auf.
 
Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Schweizer Countryszene. Mit den einheimischen Desert Rats und den Nevada-Countryboys aus dem Heidiland, hatten die Veranstalter eine glückliche Hand. Die neu formierten Rats, präsentierten sich in alter Frische und wie gewohnt in Höchstform. Dies ist auch ein Verdienst der neuen Sängerin, Bianca Bär, die mit ihrer guten Bühnenpräsenz und natürlichen Ausstrahlung einen grossen Gewinn für die Band bedeutet. Die Desert Rats mit ihrem nicht alltäglichen Mix aus Country, Rock und Balladen schufen optimale Bedingungen für die Navada Country Band. Mit ihrem wechselnden Leadgesang und den fetzigen Tex Mex Songs sorgten sie für eine hervorragende Stimmung. Nicht nur bei den Zuhörern sondern auch bei den sehr zahlreichen Tänzern. Die beiden Tanzflächen wurden während des ganzen Festivals sehr rege benutzt.
Auch die Duo - Moderationen fanden einen sehr guten Anklang. So konnten sich die Moderatoren des Freitags Martin Sailer und Marco Gottardi, bei diversen spontanen Auftritten, mit beiden Bands gekonnt und professionell in Szenen setzen. Am Samstag und Sonntag waren es  Martin Sailer und Albi Specker.
Wie alte Bekannte wurden  Kim Carson und Band vom Toggenburger Publikum aufgenommen. Es stellte sich von Anfang an eine einzigartige Harmonie zwischen Musikern und Publikum ein.  Mit gewohnt prägender Spiellaune, eröffnete Sie ihre Show mit dem Willie Nelson Klassiker „Whiskey River“. Sie bot die typische Honky Tonk Musik im mid Tempo Stil, wie sie in vielen Dance Halls und Kneipen in Texas oder Louisiana zu hören ist. Viele Emotionen löste ihr Song „Buddy Johnson“ aus. Mit viel Esprit und Lebensfreude sang sie ihre Komposition „Honky Tonk Girl“, sie hat dieses Lied für den gut aussehenden Sohn von Roger Miller („King Of The Road“) geschrieben. Liebevoll wurde „No One To Blame“ interpretiert, der „I-10 Westbound Blues“ erzählte  von den Baustellenstaus, die es sogar in den USA geben soll.
 Mit dem Texaner Johnny Falstaff hatte Kim Carson einen filigranen Gitarristen, Fiddler und Sänger an ihrer Seite. Seine Stimme erinnert an Ray Price der frühen 60-er Jahre oder auch an Dwight Yoakam. Seine sehr gute Stimme wurde mit viel Beifall belohnt, zumal er die authentische frühe Honky Tonk Music sehr überzeugend rüberbringt.
Auch Ryan Donohue am Kontrabass sang zur Begeisterung der Gäste einige Lieder. Mit einer Stimme, die einfach nur genial“ farbig“ klingt.
Pete Bradisch am Schlagzeug hat sich gut in die Band eingefügt und konnte nicht nur durch sein brillantes beherrschen desselben, sondern auch mit einem wohltuenden Gesang überzeugen.
Die Organisatoren haben sich auch dieses Jahr wieder mächtig Mühe gegeben. Selbst das Pausenprogramm war mit einer hochkarätigen Show belegt. So konnten die zahlreichen Line Dancer, einen Workshop geleitet von der Weltmeisterin Vanessa Hänni, geniessen.
Als letzte Band durften die Pyromantics, aus Österreich die Stimmung nochmals richtig anheizen. Sie mischen die Urwurzeln der Hillbilly und Rockabilly sowie Country und Rock’n Roll Musik. Die „Feuer Romantiker“ vermitteln ihre Musik unverfälscht und stark, handgemacht und heiss serviert. Die energiegeladene Show, feurige Songs mit einem Schuss Romantik und Spass an der Musik überzeugten das Publikum. So tanzten der Sänger der Pyromantics, die Musiker der Kim Carson Band und viele Zuhörer, bis in die frühsten Morgenstunden auf den Festbänken.
Am Sonntagmorgen konnten die Frühaufsteher noch den Gottesdienst, der musikalisch vom Rhythm und Glory Gospelchor aus Neu St. Johann umrahmt wurde, geniessen.
Für den rockigen Ausklang des Festivals sorgten dann nochmals die Pyromantics aus dem nahen Ausland.  Sie verstanden es, die Besucher aus der Reserve zu locken. Somit wurden die Festbestuhlung sowie Tische abermals einem Härtetest unterzogen.
Was dem Besucher während des ganzen Festivals das Herz höher schlagen liess, war das sehr vielfältige Rahmenprogramm. Da gab es einen sehr gut bestückten Harley – Treff, Pferde Dressur Vorführungen und einen sehr gut durchmixten Westernmarkt. Beim schlendern durch die Marktstände sah man viele Männer und Frauen, die sehr viel Wert auf ein stilechtes Outfit legten. Sehen und gesehen werden war das Motto. Auch die diversen Line Dance Workshops von Arthur Furrer und DJ Röteli fanden ein reges Interesse.
Dank dem schönen Wetter hatten auch die Rahmenveranstaltungen einen sehr guten Publikumsaufmarsch. Auch sehr viele Harley-Biker fanden so den Weg ins schöne Toggenburg. Das Campingangebot wurde rege und markant besser genutzt als im Vorjahr. So wird das grösste Country Festival der Ostschweiz uns noch viele Jahre erhalten bleiben.
Marco Duss
 
zurück
ibrows